Es gibt zwei wichtige Aspekte bei der Beurteilung von E-Portfolios. Der erste entspricht der Beurteilung des E-Portfolios selbst als einer Sammlung von ausgewählten Artefakten. In diesem Fall ist es wichtig, die Beurteilungskriterien zu definieren, die die Elemente eines E-Portfolios ausmachen – Artefakte, Formate, Komponenten (Modul 1). Der zweite Aspekt bezieht sich auf die Beurteilung der Lernergebnisse und –prozesse und ist für Lehrer(innen) und Tutoren(innen) um vieles schwieriger. Modul 4 hat zum Ziel, Evaluierung und Beurteilung zu erleichtern und Pädagogen(innen) dabei behilflich zu sein, Verständnis für die Unterschiede und Bedeutung beider Aspekte bei der E-Portfolioerstellung zu entwickeln.
- Lerneinheit 1: konzentriert sich auf das Thema ‚Beurteilung als heimlicher Lehrplan’. E-Portfolioentwicklung ist fast immer in die institutionelle Praxis integriert. Es ist wichtig, dass Trainer(innen) die internen Abläufe verstehen und dennoch in der Lage sind, das in einem E-Portfolio dokumentierte Lernen zu beurteilen. Diese Lerneinheit beschäftigt sich mit den verschiedenen Formen von Beurteilung (Beurteilung für Lernen und des Lernens) und behandelt die Rolle von formativer (formender) Bewertung und Beurteilung für den E-Portfolioprozess unter Einbeziehung institutioneller Gepflogenheiten.
- Lerneinheit 2: erforscht Lernziele und Operationalisierungen
- Dieser Abschnitt des Moduls bezieht sich auf die Lernziele und damit in Zusammenhang stehende Beurteilungskriterien. Er behandelt sowohl die Beurteilung von Lernprozessen innerhalb eines E-Portfolios als auch des E-Portfolios an sich. Auch die unterstützende Rolle von Lehrern(innen) beim Sammeln von Leistungsnachweisen für E-Portfolios wird angesprochen.
- Lerneinheiten 3 und 4: sollen Verständnis für die Bedeutung von Feedback und Kommunikation mit Kollegen(innen) bzw. Altersgenossen im Hinblick auf den E-Portfolioprozess wecken und einen systematischen Überblick über die Beurteilungskriterien geben.
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