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Der E-Portfolio Prozess ermutigt Lernende, über ihre eigenen Pläne, ihren Fortschritt und ihre Lernergebnisse zu reflektieren. Dies ist dem klassischen Beratungsprozess sehr ähnlich, der in Beratungseinrichtungen und von BerufsberaterInnen/JugendberaterInnen angewandt wird. BerufsberaterInnen versuchen so, auch unmotivierte Jugendliche ihre eigenen Stärken und Leistungen erkennen zu lassen und sie bei der Lern- und Lebensplanung aktiv und maßgeblich zu unterstützen.
Durch das Speichern von Leistungen und Lernplänen, durch die Dokumentation von Leistungen und Leistungsfortschritten und Reflexionen über den Lernfortschritt bieten E-Portfolios eine sehr gute Diskussionsgrundlage und damit Ausgangslage für den eigentlichen Beratungsprozess. Es unterstützt nicht nur den Lernenden selbst, sondern auch die BerufsberaterInnen, die Stärken und Schwächen zu erkennen, um so ein besseres Verständnis der Persönlichkeit und der individuellen Bestrebungen zu erlangen, um dadurch im Gegenzug den Fortschritt und weitere Bildungsziele bestmöglich evaluieren und weiter planen zu können.
Es gibt typische Bereiche, in denen die Berater(innen) die E-Portfoliomethode und entsprechende Instrumente verwenden könnten:
- Um die Fähigkeiten und Interessen von Schüler(innen) zu identifizieren: E-Portfolios könnten ein guter Ausgangspunkt für den Beratungsprozess sein;
- Um die Persönlichkeit eines Schülers besser zu verstehen: E-Portfolios könnten nicht nur Interessen, Wissen und Fähigkeiten dokumentieren, sondern auch Verhalten und Sichtweisen eines Klienten zeigen;
- E-Portfolios könnten Messinstrumente für Fortschritte sein: im Falle, dass Schüler(innen) zusätzliches Training oder Fachwissen benötigen, könnten E-Portfolios die Weiterentwicklungen von ihrem derzeitigen Wissensstand aufzeigen;
- Schließlich könnten E-Portfolios als Indikatoren für potentielle Schulabbrecher fungieren: so könnte z.B. die große Kluft zwischen den Interessen und der derzeitigen Ausbildung von Jugendlichen oder ihre negative Einstellung zur Schule Indikatoren dafür sein, dass sie sich zu Außenseitern entwickeln
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