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Es ist wichtig, den Denkansatz und die Ergebnisse des Mosep-Programms im Kontext der internationalen Entwicklung in Richtung kompetenzbasiertes Lernen und Training zu sehen, das sowohl die Entwicklung und Anerkennung von individuellen Talenten und Potentialen, als auch die Abstimmung auf die Anforderungen der Arbeitswelt zum Ziel hat.
In Europa haben wichtige politische Initiativen, wie die Deklarationen von Maastricht und Kopenhagen die Notwendigkeit der „Anerkennung und Übertragbarkeit von Qualifikationen beleuchtet, die sowohl die berufsspezifische als auch die Allgemeinbildung abdecken soll und hauptsächlich auf Kompetenzen und Lernergebnissen aufbaut, um zum reibungslosen und effizienten Funktionieren der europäischen, nationalen und sektoralen Arbeitsmärkte beizutragen.
Diese Anliegen wurden durch die Entwicklung eines „Europäischen Qualifikationsrahmens“ und des „Europass Portfolios“ aufgegriffen, das den europäischen CV(Lebenslauf), Zertifikate und „Diploma Supplements“, den „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen“ und den „EUROPASS“ umfasst.
Der EQR bietet die folgende, mehrstufige Definition von Kompetenz:
- die kognitive Kompetenz, die sowohl die Anwendung von Theorie und Begriffen, als auch von informellem, implizitem Wissen umfasst, das durch Erfahrung erworben wurde,
- die funktionelle Kompetenz (Fertigkeiten oder Know-How) umfasst jene Dinge, die Personen beherrschen sollten, wenn sie sich in einer bestimmten Arbeitsumgebung od. Lernsituation od. in einer sozialen Tätigkeit bewähren sollen.
- die persönliche Kompetenz, die ein für eine spezifische Situation geeignetes Verhalten bewirkt, und
- die ethische Kompetenz, die bedeutet, dass jemand ein bestimmtes persönliches und professionelles Wertesystem besitzt.
Heute können wir in Europa auf dem Gebiet der beruflichen Ausbildung viele Beispiele finden, bei denen das E-Portfolio Einzelpersonen dazu befähigt, diese entscheidenden Kompetenzen zur Selbstentwicklung und zur Anerkennung / Zertifizierung nachzuweisen. Ein Blick auf die Komponenten und Kennzeichen eines E-Portfolios zeigt die zahlreichen Möglichkeiten dieses Instruments.
- Archive – Sammlung. Die einzelnen Studierenden / Arbeitnehmer(innen) können Lernergebnisse und Lerngewinn (Kompetenzen, implizites und explizites Wissen) in Form von Artefakten, Reflexionen und Zeugnissen dokumentieren.
- Ansichten – Darstellung. Einzelpersonen entscheiden über die Veröffentlichung ihrer Lernergebnisse und ihres Lerngewinns und Lernzuwachses in Form überzeugender Kompetenznachweise, Reflexionen und Zertifikate.
- Einsatz – Verwertung. Einzelpersonen führen ihr lebensbegleitendes E-Portfolio, um allgemeine und spezifische Kompetenzen zu entwickeln, Information mit anderen zu teilen, um Communities zu bilden, Feedback zu erhalten, ihre Kompetenzen bewertet zu bekommen, Jobs zu finden und beruflich weiterzukommen.
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